Hermann Bohners (1884-1963) Grab am Ausländerfriedhof von Kobe, 2010.

  • Grab H. Bohner 1.
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Hermann Bohners Grabstätte

Ausländerfriedhof von Kōbe

Broschüre des Ausländerfriedhofs Kobe.

Hermann Bohner wurde 1963 auf dem damals neueröffneten Ausländerfriedhof von Kōbe (Gajin bōchi, 神戸市立外国人墓地) beigesetzt. Die gezeigten Photos des Grabes wurden vom Webseitengestalter bei einem Besuch im Oktober 2010 aufgenommen.

Wenn man will, kann man den Friedhof als klassisches Beispiel für die latente Ausländerfeindlichkeit der Japaner werten. Zum einen liegt er, landschaftlich wunderschön, fernab der Stadt (8 km und 470 Höhenmeter hoch am Hang) des Futabiyama (Teil des Rokko-Massivs, mit seinen drei Gipfeln), zum anderen ist er – so steht's am englischen Stadtplan – “secret.” Konkret heißt das nicht nur, daß nur im Sommer an Wochenenden einmal stündlich ein Bus in die Richtung geht, sondern, daß man, so man den für japanische Verhältnisse miserabel ausgeschilderten Eingang gefunden hat, nicht einfach hinein kann. Nein, der Friedhof ist nur für „trauernde Angehörige“ Montag bis Samstag von 9-16 Uhr zugänglich. Nachdem man am Tor geklingelt hat kommt ein Gärtner und führt einen zum gewünschten Grab. Bevor man wieder hinaus darf, muß man im Gästebuch Namen, Verwandschaftsgrad und Konfession eintragen!