Hermann Bohner – Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend

Hermann Bohner – Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend

D: Abhandlungen, Übersetzungen und Referate aus verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten

Von den Nr. 21, 23, 24, 25, 28, 29 und 30-32 existieren Sonderdrucke.

№ 21: Assyrische und chinesisch-koreanische Omina-Texte

Referat (mit Bildillustrationen), OAG „Nachrichten“ № 41, , S. 33-42

Detaillierendes Referat einer Gegenüberstellung assyrischer und (andrerseits) chinesischkoreanischer Omina-Texte, wie sie der jap. Religionswissenschaftler Ishibashi Chishin (Tōkyō, Kais. Universität) in neuester Arbeit vollzieht, indem er das neuerdings entdeckte und in den Vordergrund des Interesses getretene, China, genauer Korea entstammende Werk Kuan K'uei Chiyao (箤窺輯要 [Pinyin: Gûan kui Jí yao]) erste Vorrede 1653) den assyrischen Texten von Morris Jastrow (in Die Religion Babyloniens und Assyriens; 3 Bände, 1905-1913, S. 203-299) gegenüberstellt.

Das koreanische Werk ist eine wahre Fundgrube für Omina-Kunde. … Die Übereinstimmung einer großen Reihe der Texte dieses Verkes mit den assyrischen Texten ist überaus auffällig; mehrfach muß, trotz aller Diskrepanz der beiden Sprachen oder Schreibweisen, von wirklicher Übereinstimmung geredet werden. Besonders weithin entsprechen sich die Reihen der Vordersätze, d.i. der aufgezählten Omina, von denen ausgegangen wird, während die Deutung selbst zwar meist im Unglücks- oder Glückscharakter entspricht, aber im übrigen oft selbständig ist, z. B. bisweilen durch den Schriftcharakter oder Ähnliches beeinflußt.
1. Gruppe: Himmlischirdische (astronomische) Erscheinungen. Termini mit Illustrationen: „Bedeutsam,“ sagt Ishibashi, „wird das Werk des Fernen Ostens besonders dort, wo Wissenschaft des nahen Ostens, hier die Assyriologie, mit ihren Texten nicht mehr weiter kommt oder wenigstens nicht zu einheitlicher Klarheit der Übersetzung gelangt. Mehrfach sieht sich Jastrow z. B. genötigt, Fragezeichen hinter die Übersetzung zu setzen, und was eigentlich die angewandten Übersetzungstermini "Hof" "Lichtung" "Umriß" (usw.) bedeuten sollen, bleibt unsicher. Das Werk des Ostens dagegen bringt im 56. Vol. die Termini und dazu im 9. erklärende Bildillustration.“ Über 17 Omina wird zunächst einreferiert; es folgen: Schamschata: Wolkenfarben, Sonnenflecken, Finsternisse, Regen; Hof, Regenbogen; Erdbeben, Donner, Wolkenbildungen; Anderes.
2. Gruppe: Tier und Mensch: a) Schlange, b) Hund, c) Mißgeburten von Tieren, von Menschen.

№ 22: Zen-Worte im Tee-Raume (茶道掛物禅語道訳, Chashitsu-Kakemono Zengo)

erläutert von , Einführung und Übersetzung von Hermann Bohner; OAG Tōkyō

Widmung
Widmung

Aus den von einem in Zen geübten (auch dem Übersetzer persönlich bekannten) Laien wie im Gespräch gegebenen Erklärung: Begleitworten zu sog. Kōan {Zen-Führungsworten) im Raume der Tee-Feier erfährt der Abendländer vielleicht am ehesten etwas vom Wesen der Meditation (Zen)
Die besprochenen Kōan (Zen-Führungsworte):

Da das gesamte Werk bereits an anderer Stelle online zur Verfügung steht, wird hier – detaillierter als Bohners Aufzählung – das Inhaltsverzeichnis vollständig wiedergegeben. Die Verweise führen direkt zu den einzelnen Kōan.
Der gesamte bebilderte Volltext von „Zen-Worte im Tee Raume“ ist als eBook in verschiedenen Formaten auf archive.org verfügbar:
pdf: Zen-Worte im Tee Raume (3,9 Mb; Stand Aug. 2009)

Dieses Buch wurde, redaktionell von Heinz Morioka (Sophia Universität) bearbeitet, im April 2007 vom iudicium-Verlag neu herausgegeben (ISBN 978-3-89129-199-3; € 10). „In leicht gekürzter und mit Anmerkungen versehener Fassung“ wie der Bearbeiter glauben machen will. Tatsächlich handelt es sich um nicht weiter als die Wiedergabe des Textes. Bohners Erläuterungen, wurden wenn überhaupt gegeben, dann sinnentstellend gekürzt – seine Intentionen, die in einem hochtrabend Vorwort des Bearbeiters erwähnt werden, gehen vollkommen verloren. Zum Verständnis des Teeweges trägt diese ärgerliche Verschlimmbesserung absolut nichts bei. Wer die Möglichkeit hat das Original zu lesen, möge dies tun (s. u.).

INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort (zur Website: Zen-Worte im Tee-Raume)

Ablauf einer Teezeremonie (nach: Lilly Abegg, 1936)

EINFÜHRUNG

Biographien (zur Website)

TEXTE

ToC 113
Kapitel 1-15
  •  01. Tee und Zen sind Eines (茶禅一未, Cha Zen ichi mi)
  •  02. Ο ("Enso")
  •  03. Eins, zwei, drei (一二三, Ichi, ni, san)
  •  04. Zehntausend Jahre! Zehntausend Jahre! Zehntausendmal zehntausend Jahre! (万歳! 万歳! 万々歳!, Banzai! Banzai! Ban-banzai!)
  •  05. Fauler Bhikku, warte nicht bis morgen! (懈怠比丘不期明日 Ketai no biku, myōnichi o kisezu!)
  •  06. Nicht Gast noch Wirt. Gast und Wirt klar. (無賓主賓主歴然, Mu hin shu – Hin shu rekizen)
  •  07. Alles Schlechte lassen, alles Gute tun. (諸悪莫作衆善奉行, Sho-aku massaku, shū-zen bugyō)
  •  08. Traum (, Yume)
  •  09. Eigens, ohne Dogmen, wird tradiert. (教外別傳不立文字, Kyōgai-betsuden. Keine (heilige) Schrift ist aufgestellt. (Furyū-monji)
  •  10. Eintracht, Ehre, Reinheit, (stille) Einsamkeit. (和 敬 清 寂, Wa-kei-sei-jaku)
  •  11. Ohne [besondere] Sachen – das ist vornehmer Mensch. (無事是貴人, Buji kōre kijin)
  •  12. Die Weiden grün, die Blumen rot. (柳緑花紅, Ryū-ryoku kwa-kō)
  •  13. Der Föhre Farbe hat nicht Alt noch Neu. (松無古今亡し, Matsu ni ko-kin no iro nashi)
  •  14. Alles gründet in Einem. (万法帰一, Die Zehntausend Weisen [hō, Dharma] gehen auf eines zurück) (Mampō ki-ichi)
  •  15. Die Sonne geht auf, das All erstrahlt (日出乾坤輝, Hi idete kenkon kagayaku)
ToC 114
Kapitel 16-30
  •  16. Im Spiel mit Blumen füllt ihr Duft die Kleider (花を弄すればニオイ衣に満つ, Hana o rō-sureba nioi koromo ni mitsu)
  •  17. Zehntausend Meilen Ein Eisenband (万里一条鐵, Banri ichijō no tetsu)
  •  18. Nicht (, Mu)
  •  19. Woher kommt der Wind? (風来何處, Der Wind: Du weißt nicht, von wannen er kommt; Kaze izuko yori kitaru?)
  •  20. Der Bambus hat Knoten und damit Oben und Unten. (竹有上下節, Take jōge fushi ari)
  •  21. Nimm Eines und dringe durch! (Mit Einem alles durchdringen) (一を以を之貫, Ichi o motte kōre o tsuranuku)
  •  22. Chüti's einer Finger(zeig) (倶底一之指, Gutei isshi)
  •  23. Unmittelbar auf die Menschenperson deuten, die eigne Natur schauend Buddha werden. (直指人身見性成佛, Jikishi jinshin kenshō jōbutsu)
  •  24. Tag um Tag ist guter Tag. (日々是好日, Nichi – nichi kōre kōjitsu)
  •  25. Auf roter Glut eine Flocke Schnee. (紅炉上一點雪, Kō-ro-jō itten no yuki)
  •  26. Wo Fūryū nicht ist, ist Fūryū. (Nicht - Fūryū ist Fūryū) (不風流処是風流, Bu-Fūryū no tokoro kōre Fūryū)
  •  27. Mit dem Herzen das Herz weitergeben. (以心傳心, I-Shin den-shin)
  •  28. Ein jedes Jahr hat einen Frühling. (一歳一春有, Issai isshun ari)
  •  29. Der Menschen Dinge alle sind wie das Roß des Alten von Sai. (人間万事サイ翁馬, Ningen banji Sai-ō ga uma)
  •  30. Eins. (, Ichi)
ToC 115
Kapitel 31-45
  •  31. Verdorrter Baum begegnet keinem Frūhling. (枯木不逢有, Koboku haru ni awazu)
  •  32. Föhrenrauschen. (松風, Shō-fū)
  •  33. Des gewöhnlichen Lebens Herz und Sinn – das ist der Weg. (平生心是道, Heiseishin kōre michi)
  •  34. Nicht ein einzig Ding ursprünglich. (本来無一物, Honrai mu ichi-butsu.)
  •  35. (Monden-)Helle allhinstrahlend, Tau lichtfunkelnd. (明展々露堂々, Mei ten-ten, Ro dō-dō.)
  •  36. Allzeit ernstlich fege und reinige! (日々勤払拭, Hibi ni tsutomete hosshiki seyo!)
  •  37. Name und Nutzen miteinander aufgeben. (䔍利共休, Myō-ri kyō-kyū [tomo ni yasumu])
  •  38. Kraft zu Kraft. (力囲希, Riki i-ki)
  •  39. Goldhaar-Klinge, haarfeine Klinge. (金毛剣吹毛剣, Kommōken Suimoken)
  •  40. Geh, geh! Komm, komm! (去々来々, Kyo-kyo! Rai-rai!)
  •  41. Ka(tsu)! ()
  •  42. (Dir) zu Häupten unendlich Flut, zu den Fūßen unendlich Flut. (頭上漫々脚下漫々, Zujō mamman Kakka mamman.)
  •  43. Tausend Meilen gleicher Wind. (千里同風; Senri dofu)
  •  44. Zehner-Ochse (十牛, Jūgyū)
  •  45. Geh, trink Tee! (喫茶去, Ch'ih ch'a ch'ü! – Kissak[y]o!)
ToC 116
Kapitel 45-60
  •  46. Schranke des Tores. (, K[w]an)
  •  47. Wissen um das Genug. (知足, Chi-Soku)
  •  48. Gestern grün in Jahren, heute weißes Haupt. (跰日青年 今日白頭, Sakujitsu no seinen, konnichi no hakutō)
  •  49. Berg ruft: Lebe hoch! (開門多洛葉, Yama o Banzai no koe o yobu)
  •  50. Dreißig Prügel. (三十棒, Sanjippo)
  •  51. Föhre tausend Jahre grün (松樹千年翠, Shōju sennen no midori)
  •  52. Eine Blume erblüht, und du weißt um den Frühling der Welt; ein Blatt fällt, und du weißt um den Herbst der Welt. (一花開天下の春を知る 一葉落ちて天下の秋を知る, Ikk[w]a hiraite tenka no haru o shiru, ichi-yo ochite tenka no aki o shiru.)
  •  53. Berges Farbe reinen-lauteren Wesens. (山色清浄身, San-shoku-sei-jō-shin.)
  •  54. Wedel. (拂子, Hossu)
  •  55. Gott. (, Kami)
  •  56. Föhren rauschen an den Mond – erglänzten Wassern. (江月昭松風, Kōgetsu shofu wo terasu.)
  •  57. Mild Wetter weist auf reiches Jahr. (和気兆豊年, Wa-ke cho honen)
  •  58. Tor auf! Viel fallendes Laub.(開門多萻世葉, Man o hirakeba, rakuyo oshi)
  •  59. Den Felsen durch Ka!-Ruf öffnen. (喝石巌, Kassekigan)
  •  60. Jahr und Mond warten auf den Menschen nicht. (才月不待人, Saigetsu hito wo matazu)

In der ersten Hälfte des 20. Jhdts wurde eine Vielzahl von Werken zu Aspekten der Teezeremonie (in der Tradition des Rinzai-Zen stehend) herausgegeben. Dies dürfte das erste ins Deutsche Übertragene sein.


№ 23: Goethe und Stefan George, das Li des Ostens und elementares Volkstum

Vortrag in der (jap.) Goethe-Gesellschaft (Kyōtō). Erschienen im Goethe-Jahrbuch dieser Gesellschaft, (Als Sonderdruck (83 S.) in der LB Speyer.)

日本ゲーテー協会 (Nihon Gêtê Kyōkai); ゲーテー年鑑 = Goethe-Jahrbuch (Text japan., dt.)

Erscheinungsverlauf: 1.1932-11.1943; [N.F.] 1 = 12.1959 bis 44 = 55.2002 (Anmerkungen: Index 1/20.1959/78 in: 20.1978; » Bibliotheksbestände in Deutschland, ZDB-ID: 952230-x)

Grundprinzipien des Ostens und deutsche Dichter:

  1. ) Die Drei Potenzen (三才; Himmel und Erde, und der Mensch)
    Oben und Unten (Vor und Nach):
    oben: der Vater, auf dem das Ming, des „Himmels Weisung“
    unten: der Sohn, auf dem das (viel leichtere) Soll, das Folgensollen ruht; ebenso: Meister und Jünger, Herr und Diener (Vasall);
    Das sie Verbindende das Li (das Schöne, die edle Art und Form).
    Das Oben muß sich so durch Li geben, daß das Unten willig, frohlockend folgt. Weltbeherrschung, Weltordnung (nach Kung) allein durch das Mittel des Li. Li kennnt weder, oben, Despotie, noch, unten, Sklaverei.
  2. ) Goethe und Li. Carossa’s Eindruck von Goethe, ganz Eindruck des Li. Li verbindet Goethe zutiefst mit Kung (Confucius).
  3. ) George1 und Li. Ringer und Saitenspieler Herrscher (Regnum) und Sänger (Sacerdotium).
    Das im Osten unterschiedene Li (2): α) das Musische (Musikalische) den himmlischen Wesenheiten folgend. Prinzip Himmel: frei und entbunden. β) das Plastische (Li im engen Sinne, Skulptur, Tanz, Schauspiel), dem Erdprinzip verhaftet, scheidend und gliedernd, Goethe mehr dem Musischen zugewandt, George der Plastiker.

Der Vortrag ein erstmaliges Unternehmen, vom Innersten her Ost und West zu sehen. Durch die dem Osten nahen Gehalte hat George, bis dahin wenig beachtet, neuerdings (z. T. durch diesen Vortragshinweis) in japanischen Universitätsvorlesungen u. a. starke Beachtung und Behandlung gefunden.

Anmerkungen:
Zur chinesischen Etikette (bevor unter der Führung des „großen Steuermanns“ derartige „alte Zöpfe“ endgültig abgeschnitten wurden):

1) Stefan George (1868–1933), symbolistischer Dichter. Gründer der Blätter für die Kunst (1892–1919). „Künder einer neuantiken Weltschau.“ Aus wikipedia: George vertrat eine exklusive und elitäre Kunstauffassung, die man als Aristokratie des Geistes bezeichnen könnte. Seine Dichtungen sollten sich jeglicher Zweckgebundenheit und Profanisierung entziehen. Seine Kunstauffassung gewann er gegen Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts in Paris, wo er unter anderem mit den führenden Vertretern des französischen Symbolismus (Stéphane Mallarmé, Paul Verlaine) Kontakt pflegte. Vor allem sein frühes Werk zeugt von dem Versuch, eine lyrische Erneuerung in Deutschland durchzuführen. … Zugleich versammelte er einen exklusiven Kreis gleichgesinnter Autoren um sich, der später von einem „ideellen Bund,“ auch „Staat“ genannt, d. h. einem esoterischen Orden mit ihm als charismatischen Führer und seinen Jüngern, abgelöst wird (George-Kreis). … Georges Lyrik grenzt sich bewußt von der Sprache des Alltages und der von Medien geprägten Wortwahl durch hohe stilistische und formale Strenge ab. Viele seiner Gedichte sind exemplarische Beispiele selbstreflexiver Lyrik. Dramatik und Prosa galten ihm als weniger wertvolle literarische Gattungen, … Neben der eigenen Dichtertätigkeit und ausgedehnten Reisen durch ganz Europa, war George außerdem noch bedeutender Übersetzer. [ ▲ ]
2) Li vereinfacht (; Pinyin: lî) „Zeremonie, Etikette“ auch „Höflichkeit, rechte Umgangsformen, Dankesgabe, Gegengeschenk, Gruß, Verbeugung usw.“ [ ▲ ]


№ 24: „Beiträge zur Ostasienkunde“

Inhalt №  24
Inhalt

Sammlung literarisch-wissenschaftlicher Arbeiten deutscher Kriegsgefangener in Japan 1914-20
Tōkyō 1922 (OAG); Sert.: Mitteilungen der OAG, XVIII;. Darin: Kurzer Bericht über die Tätigkeit im Lager Bandō, soweit sie auf Ostasien Bezug haben.

Inhaltsverzeichnis (Bild rechts anklicken)
Volltext des Anhangs: Kurzer Bericht über die Tätigkeit im Lager Bando, soweit sie auf Ostasien bezug hat, S. 262-275

Die Kriegsgefangenschaft und die von Bohner in Lagerzeitschriften veröffentlichten Beiträge sind einem eigenen Abschnitt behandelt.
(Einige seiner späteren kleineren Werke hat Bohner ab ca. 1954 in mimeographischer Form verbreitet und dafür ebenfalls den Serientitel „Beiträge zur Ostasienkunde“ verwendet.)


№ 25: Japanische Theodicee

Zeitschrift Missionskunde u. Religionswissenschaft, Berlin

Shintoistisches Theodizee-Problem: Zugleich ein Hinweis auf Genchi Kato „A Study of Shinto, the religion of the Japanese Nation“

Zeitschrift für Missionskunde und Religionswissenschaft: Organ d. Allgemeinen Evangelisch-Protestantischen Missionsvereins; Berlin: Ostasienmission (Allg. Ev.-Protestant. Missionsverein; 1.1886–54.1939; ISSN 0179-6313
Deutsche Bibliotheksbestände in der ZDB (Mai 2006).

Verfasser geht in dieser Erst-Untersuchung, Japan betreffend auf das zentrale Erlebnis japanischen Volkes- und Geschichtsbewußtseins ein, Errettung in höchster Krise, Untergang der anstürmenden Mongolen-Armada durch den göttlichen Sturm, das Deus afflavit sont dieses Insellandes und -volkes des Ostens: Gott ist, und wir sind Shin-Koku (神記) „Gottes Reich,“ „Gottes Volk.“ – Vergleiche Jinnō-shōtoki (№ 1)!

Vgl. auch das  Online Lexikon japanischer Religionen von Bernd Scheid (eMail: "bernhard.scheid[at]oeaw.ac.at"):
Dieses Web-Handbuch enthält grundlegende Informationen zu den beiden Hauptreligionen Japans, Buddhismus und Shinto, sowohl in ihren traditionellen als auch in ihren modernen japanischen Erscheinungsformen. Im Unterschied zu anderen einführenden Werken soll dabei auf die Überschneidungen und Verflechtungen der beiden Glaubensrichtungen ebenso hingewiesen werden wie auf die Trennlinien. Buddhismus und Shinto erscheinen in Japan nicht als zwei hermetisch getrennte, konkurrierende Konfessionen sondern vielmehr als ein vielschichtiges religiöses System. Die Kapitel dieser Website illustrieren dies aus jeweils unterschiedlichen thematischen Perspektiven.


№ 26: Japans Bildungswesen

Ev. Pädagogisches Lexikon (Velhagen und Clasing)

Hrsg.: E. Schwartz

Volltext (12 Mb, Original in Fraktur)

1) Historische Situation und grundsätzliche Charakterisierung.
2) Das alte Bildungswesen (bis 1868), Geschichte der Erziehung.
3) Das moderne Bildungswesen (seit 1663).
4) Das Bildungswesen Koreas
Erstmalige Darstellung, bisher derart nichts darüber; wegen Raumbeschränkung kurz und summarisch; wertvoll geworden wie Prof. Thomas, Edinburgh mir schreibt, für dessen dann folgendes umfassendes Werk über japanische Erziehung. Beide Arbeiten sind jedoch heute in ihrem die neueste Zeit behandelnden Teil infolge der durch amerikainschen Einfluß geschehenen Änderungen (der Jahresklassen usf.) überholt, wobei Zweifel betr. des Dauerbestandes dieser Änderung bleibt.

Detailliertere Informationen zum (höheren) Bildungssystem in Japan, vor dem letzten Weltkrieg, finden sich in den zwei Sonderheften der Zeitschrift Die deutsche Schule im Auslande, № 2 und 3 (1933): Komplette Scans pdf (12,6 Mb) oder in besserer Qualität djvu (23 Mb).


Zum Vergleich:
Fight Back Cover
Fight Back!
Eine Broschüre aus dem Jahre 1993, die Situation von Sprachlehrern in Japan darstellend [607k, englisch].

№ 27: Grundsätzliches zum Fremdsprachenunterricht in Japan

Japanisch geschrieben; zusammen mit .

Denkschrift, verfasst auf Veranlassung des Direktors und Gründers der Ōsaka Gaikokugo-gakko Prof. Nakanome, (Kais. Seminar für Fremde Sprachen, heute Ōsaka University of Foreign Studies); vonseiten der Schulverwaltung allen führenden Stellen des jap. Unterrichtswesens übermittelt. Tritt für den direkten Weg von Japanisch zu Deutsch, bezw. Französisch ein.


№ 28: Blick in die Arbeit der im japanischen Schulwesen tätigen Deutschen

Die deutsche Schule im Ausland № 3, S. 75, (7 S.)

Die deutsche Schule im Auslande – Organ d. Vereins Deutscher Lehrer im Auslande; Monatsschr. für nationale Erziehung in der deutschen Schule und Familie; Wolfenbüttel 1.1901/02-30.1938 (Heckner)
» Deutsche Bibliotheksbestände

Beschreibung der, den in japanischen Schuldienst berufenen deutschen Lektor erwartenden Schulen, sowie des Schulwesens Aufgabe und Stellung des Lektors.

Der Artikel ist in Vielem eine Wiederholung von № 26, jedoch weniger detailliert.

№ 29: Sommerzusammenkünfte in Karuizawa

Die deutsche Schule im Ausland[e] , № 3, (4 S.)

Bericht über Vorträge und Diskussionen bei Zusammenküfte der in Japan tätigen deutschen Professoren und Lektoren in dem Kurort Karuizawa.

Im selben Heft (S. 74) findet sich auch „Die zweite Deutschlehrer-Konferenz in Osaka am 16. und 17. Oktober 1932“ den Bohner, als einer der Organisatoren mitverfaßt hat.



Zum 7-5-3-Fest im Schrein (1942)

№ 30: Buddhistische Sonntagsschullieder

Übersetzt, Zeitschrift für Missionskunde und Religionswissenschaft, Nr. 44 (; 7 S.), S. 198-209
Bibliotheksbestände siehe № 25

32 Lieder aus buddhistischem Sonntagsliederbuch (Jōdō-Shinshū) eine kleine Summa: was man die Kinder lehrt und sie singen läßt zeigt vielleicht am einfach-unmittelbarsten, um was es geht.

Basierend auf einem Liederbuch, das Bohner von einem seiner Schüler zur Verfügung gestellt wurde. Es handelt sich um Texte aus der Schule des Jōdō Shinshu („Reinen Landes“).


№ 31: , „Neue Gestaltung unseres buddhistischen Sonntags-Schulwesens

Kendo Uchiyama, Nichiyō-gakko no Shinkeiei-hō; Kyōtō . Referat von Hermann Bohner, Zeitschrift für Missionskunde u. Religionswissenschaft 46. Jg., 9. Heft, S. 257-267
Bibliotheksbestände siehe № 25


Buddhistische Mönche uniformiert (1942)

A. Allgemeiner Teil

  1. Sinn und Bedeutung der Sonntagsschule
  2. Beruf derselben
  3. Geschichte a) im Ausland 1. Sabbatschule; 2. frühes Christentum; 3. 1780 England; 4. Gegenwart
    b) in Japan: von Tenchi Tennō (662-71) bis zur Neu-Entwicklung ca. Meiji 27.-30. Jahr

B. Ausführender Teil

  •  §1: Name; §2: Grundregeln (Gottesdienstordnung; die Gruppen u. Klassen); §3. Möbel, Geräte
  •  Finanzielles
  •  Schüler und Lehrer
  •  Ziel und Inhalt: a) Reihai (Anbetung); b. Märchen u. Geschichten; c) Spiel u. Sport; d) Tanz u. Reigen.
    Umfragen bei den Kindern (Lebt Buddha? Wo ist Buddha? – Inneres bei der Andacht im Heiligtum angesichts des Altars?)
Ein von führenden Geistlichen der Shin (der beiden Honganji) der Jōdō und Sōtō befürwortetes nettes Werk, die Sabbatschulen mit einschließend, die frühen japanischen Tempelschulen, wiewohl sie vielleicht nur Schule waren, ebenso mitnehmnend, wie die ersten engl. Sonntagsschulen, welche die allgemeine Volksbildung begannen.

Diese Arbeit ist auch im Lichte der herrschenden faschistischen Ideologie des kokutai zu sehen. Die erwähnten Shingon-Schulen waren dabei Vorreiter. (Das Thema ist in Zen at War ausführlich für alle jap. buddhistischen Schulen beleuchtet worden.)
Vgl. dazu: Gute Kinder 1: Lehrbuch für Moralkunde im ersten Jahr der Grundschule, 1941 (.pdf)

Das Reine Land in Japan

Seit Buddhas Verkündigung des Dharma (Lehre) im Indien des 6. Jahrhunderts v. Chr. waren die meisten Buddhisten ausschließlich mit dem Zusammenhang zwischen Leiden und Erlösung beschäftigt. Frühen Texten zufolge erlangten jene das Nirwana (Erleuchtung), die das Begehren überwunden hatten und zu einer Erkenntnis der Wahrheit gelangt waren. Die Erfahrung der Dinge, „wie sie sind“ stellte eine Vorbedingung des Nirwana dar. Im l. Jahrhundert n. Chr. brachte der Mahajana-Buddhismus eine Verschiebung der Betonung: einer Erlösung ohne Nirwana – nicht nur für eine Elite, sondern für die breite Bevölkerung, die bereit war, an einen vergöttlichten Buddha zu glauben – schien möglich. Im China des 3. Jahrhunderts entwickelte sich die Schule des Reinen Landes, eine Bewegung, welche die Erlösung in Amitabhas Westlichem Paradies in Aussicht stellte.
Tausend Jahre später, als die Schogune aus Kamakura die Macht des Kyōtō-Imperiums an sich rissen und eine lange Periode des Feudalismus begann, faßte diese buddhistische Bewegung auch in Japan Fuß.

Der Mönch Honen (1133–1212 n. Chr.) machte den Amida-Kult (chinesisch: Amitabha) zu einem zentralen Faktor des japanischen Buddhismus. Honens Laufbahn begann als Tendai-Schüler im Kloster am Berg Hiei. Die zunehmend eklektische Tendai-Schule, die auf Anbetung, Ritual und Meditation ausgerichtet war, konnte die verschiedensten buddhistischen Praktiken in sich vereinen. Doch nach einer Zeit der Suche wurde Honen zu einem Befürworter des Amidismus. Der grundlegende Unterschied zur Tendai-Schule bestand in der Wahlmöglichkeit zwischen Erleuchtung oder Wiedergeburt im Reinen Land (japanisch: Jōdō).

Da Honen die Erleuchtung sündiger Menschen in einem gewalttätigen Zeitalter für unwahrscheinlich hielt, argumentierte er in seiner Abhandlung Ein Blatt Papier, daß Nembutsu (Rezitieren der Formel Namu Amida Butan, „Ehre dem Buddha Amida!“) den aufrichtig gläubigen Bittsteller in Buddha Amidas Paradies führen werde.

HONENS NACHFOLGER SHINRAN
Wie sein undogmatischer Meister hegte auch Honens Schüler Shinran (1173–1262 n. Chr.) nicht die Absicht, eine eigene Schule zu gründen. Dennoch leistete er für den japanischen Buddhismus einen bedeutenden Beitrag. Er erweiterte die Aussicht auf die amidistische Erlösung mit der Behauptung, Amida habe bereits allen vergeben. Das Nembutsu {siehe oben) war weniger ein Appell an Amida als ein Gebet des Dankes.
Shinran – „weder Mönch noch Laie“ – heiratete und bekam Kinder und statuierte für die späteren japanischen Mönche einen bleibenden Präzedenzfall. (Die Praxis der Mönchsheirat wurde während der Buddhistenverfolgung (1868 – ca. 1873) zu Beginn der Meiji-Ära legalisiert und besteht in einigen Schulen heute noch.)

Zum „Buddhismus des Reinen Landes“ (d.i. Shin bzw. Jōdō aus Tom Lowenstein; Buddhismus; München 1998 (Knaur), ISBN 3-426-66602-2, S. 108f:


Kurze, für allgemeine Leserschaft geschriebene Abhandlungen bzw. Zusammenfassungen, erbeten und für die von Klaus Mehnert4 redigierte Zeitschrift Twentieth Century, Shanghai, geschrieben. (Texte englisch)

“The XXth Century” wurde vom deutschen Außenamt finanziert, und gibt einen interessanten Einblick in die Situation der Zeit. Ein bibliothekarischer Nachweis in Deutschland ist nicht gelungen. Jedoch steht die Zeitschrift komplett online im .pdf-Format als Teil der “Russian Collection” der Hamilton Library, University of Hawaii at Manoa zur Verfügung [Teilweise Einzelartikel, spätere Ausgaben in Monatsbänden – je bis zu 15 MB].

№ 32: Mirror, Sword and Juwel

XXth Century, Vol. II , № 7, S. 30-

… it is necessary to consider realities and facts, but once in a we should also turn to the imponderables, to the invisible essence a nation her spirit and ideas, on which she must rely in times of decision: So we have asked a man who Stands outside of the political controversies of the day to write on what he could consider the essence of Japan the central point of his essay. (Aus dem Vorwort des Hrsg. Klaus Mehnert).

Das außerordentlich regelmäßige Wachstum Japans; die Wabenstruktur; Kernzelle, zentrales Uji:3 Yamato, und das hinter den Bergen verbundene Delphi-artige Ise. „Daß 3 Göttliche Insignien in der Welt tradiert werden, ist dem gleich, daß Sonne, Mond und Sterne am Himmel sind. Der Spiegel ist der Sonne Leib, das Juwel ist des Mondes Seele, das Schwert ist der Sterne Geist … Der Spiegel tut kein Ding hinzu; er hat kein Herz für sich, und so, indem er alle Dinge hell macht, macht er, wo Recht ist und wo Unrecht, wo gut ist und böse, bis ins letzte offenbar.“ (Jinnōshōtoki). Der Spiegel gibt die wahre Schau auch des „Erwiderns und Entsprechens,“ der Folgen, des Zukünftigen. – Das Schwert ist Insignium des Ritters (Regnum). The sword is adit and exit. In the West one only thinks of the adit, in Japan one is particularly conscious of the exit … Knight, office means sacrifice, living sacrifice, that is always and everywhere prepared for obedience, devotion and the dedication of life. – „Das Juwel ist des Mondes Seele“ d. h. ist Seele, ist Mond; hat Milde, Eintracht (wa), Güte, Willigkeit zu seinem Wesenselement.
Die stets aus Kaiserlichem Geschlecht stammende Saigū (Priesterin) Ise's, priesterlich-prophetisch waltend, gibt uns das Bild des Juwels, des sanften, klaren Kristalls. It is not only man, hard as steel and sword like, who builds and determines the state, there is something else, hardly organised as power, it is especially to be met in woman – the noble, the seemly, the gentle, the beautiful, that which unites above and below harmony. – Die dreifache Mittlerschaft (Priester, Prophet) liegt nahe.

Anmerkungen:
3) Üblicherweise die Bezeichnung für den auf der Grundlage der Blutsverwandtschaft beruhenden Geschlechterverband der jap. Frühzeit, hier wohl strenger im Sinne der „völkischen“ Blutlinie. [ ▲ ]
4) Zur Person Mehnerts auf wikipedia (ziemlich unkritisch). [ ▲ ]

Seppuku
Seppuku

Hideyoshi
Hideyoshi

№ 33: The Path of the Bushi

XXth Century, Shanghai

XXth Century: [1,4 Mb]

Urjapan: I: Fischer und Schiffer
II: Jäger, Reiter; das Pferd das Kostbarste nächst dem Menschen; Pferde-Opfer noch heute; „E-ma“ „Bild-Pferd.“ Königsumritt Uma-yado's (des Pferdegebornen Shōtoku). – Asuka-, Nara-, Heian-Zeit, Rezeption, Kultur. Zeit der Kuge (Hofaristokratie), wachsende Verfeinerung. Gegensatz Japan Ost: a wild country with herds of galopping wild horses; the people there hunted and caught the horses. Roß und Ritter (Reiter, Bushi, Kuke). Kuge rufen Buke zu Hilfe. Kamakura-Zeit [ab 1185] und folgende Zeiten sind Buke-Zeiten. Roßköpfige Kannon, Myōken-Kult heute Turnier-artige Feste. – Japan, das Land der ungezählten Inseln. Zelle um Zelle. Wabenstruktur. Oben und Unten, Herr und Knecht Seppuku (Harakiri); der Kopfeimer. Die Entwicklung bis Hideyoshi. Hideyoshi und Ieyasu. Rationalisierung des Bushidō in Tokugawa-Zeit. – All fighting is divine judgment. Beide Kämpfer verbeugen sich vor und nach dem Kampfe vor der Gottheit sowie voreinander. Bushido als serving and leading each other reciprocally.
Mit Bildtafel (Guardian god of the Kaidan).

Zum Ehrenkodex der Samurai vgl. Yamamoto Tsunetomo, Hagakure; von dem mehrere geringfügig voneinander abweichende Versionen tradiert sind: Kurihara-hon, Takashira-hon, Nakano-hon und Mochiki Nabeshimake-hon. Auf letzterem basiert die unvollständige engl. Übs.: Wilson, William Scott; Hagakure – the book of the Samurai; Tōkyō, London 1979 (Kodansha), ISBN 4-7700-2612-9
Eine ungekürzte, unkritische Ausgabe des Hagakure ist inzwischen auch auf deutsch erschienen (München 2002 [Piper]). Zum Seppuku („Harakiri“): ; Seppuku – Ritueller Selbstmord in Japan; (OAG Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens)

Schlachtplan
Schlachtplan Sekigahara (aus XXth Century)

№ 34: The battle of Sekigahara

XXth Century, Shanghai

Durch Jahrhunderte des Wachstums hindurch ist es mit Sekigahara zu dem Punkte gekommen, da Halb-Japan (Süd und West) gegen Halb-Japan (Ost und Nord) kämpft; größte Truppenansammlung japanischer Geschichte, größte Entscheidungsschlacht, sofern es um Japan-Inland geht, Jahrhunderte des Friedens bewirkend. – Hier wie für den Film, einen riesenhaften Film, geschrieben. Zünglein an der Waage, bei der fast gleichen Schwergewalt der beiden Waagschalen verräterische, hin und her schwankende, durch Ieyasu endlich mit Gewalt zum Für oder Wider gezwungene Hideaki und sein Kikkawa.


№ 35: Märchen und Geschichten aus Japan

, 56 S.; Druck der Pekinger Pappelinsel-Werkstatt

Bibliotheksbestände:
New York Public Library

Auf Bitten von Botschaftsseite als Weihnachtsgabe für die deutschen Kinder im Osten entstanden. Auf kindlich-jugendlicher Basis Beginn der Schaffung eines Japan-Jugendbuchs, das von den frühesten Zeiten bis in die Gegenwart führen mochte. Krieg und Folge hinderten die volle Ausführung.

Privatdruck für 29 nach dem Titelblatt namentlich genannte deutsche Kinder aus Kobe.

  • Horchbüchlein
  • Wildente und Schildkröte
  • Das Äffchen, das so gerne Wein trank
  • Gebelweih, Ise-Krabbe und Tintenfisch
  • Kintarō
  • Der Sperling mit der abgeschnittenen Zunge5
  • Mädchen wird Henne
  • Affe-Krabben-Krieg
  • Momotarō
  • Der goldne Vogel
  • Die Eule
  • Weih und Rabe
  • Blumenmann
  • Schwarzwurzel, Rettig, Rübe
  • Däumling
  • Mann mit der Warze
  • Urashimatarō
  • Federgewand
  • Wespenbräutigam
  • Der kluge Rat

Unklar ist, inwieweit Hermann zu diesem Band von seiner Schwägerin Herta (Frau seines Bruders Gottlob), die sich 1925-28 während ihres Aufenhalts in Kōchi mit japanischen Märchen beschäftigt hatte, inspiriert wurde.
5) Ein Märchen, daß Bohner besonders am Herzen gelegen zu haben scheint. Bereits während seiner Kriegsgefangenschaft hat er sich damit beschäftigt. An vielen Stellen seiner Arbeiten verweist er darauf. Später hat er ein „Märchenspiel in Versen“ daraus gemacht (№ 52). [ ▲ ]


№ 36: Japan-Bilder

Eine doppelte Zyklen-Reihe von je etwa 20 „Bildern“ japanischen Lebens („Goldfische für alle Welt,“ „die Matte“ „Wagnis des Lebnis.“ Vom damaligen Auswärtigen Amt gebeten, zur Förderung von Japan-Kenntnis und -Verständnis für allgemeineres Publikum zu schreiben, schrieb ich diese Skizzen aus dem Volksdasein und Volksleben, z.T. bisher Unbekanntes aus Wirtschaft und Volksgeschehen gebend. Bisher nur mimeographisch veröffentlicht. Krieg und Zusammenbruch haben bisher den Druck dieses Volksbuchs zurückgestellt.

Einige dieser Teile haben ihren Weg in die Bestände der UB Trier, UB Köln und LB Speyer gefunden. Desweiteren scheinen sie Eingang in die späteren Werke Bohners, die in einem eigenen Abschnitt behandelt werden, gefunden zu haben. (Serientitel: Beiträge zur Ostasienkunde). Insgesamt eines seiner schwächeren Werke.