Hermann Bohner – Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend

Hermann Bohner – Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend

A. Geschichtliche Hauptwerke

聖徳太子

Shōtoku Taishi

Die Hauptperson ist unter verschiedenen Namen bekannt. Eigentlich Umayado no oji (d. h. „der Fürst von der Stalltür,“ 厩戸皇王), da er vor einem Stall geboren sein soll. Weiterhin ist er nennt man ihn Toyosatomimi bzw. Kamitsumiyao. Im Kojiki (古事記), heißt er Kamitsumiya no Umayado no Toyosatomimi no Mikoto. Im Nihonshoki, wird er, außer als Umayado no oji, noch unter mehreren anderen Ehrentiteln geführt. Der Name Shōtoku ist erstmals im Kaifuso 751 schriftlich erwähnt, also fast 130 Jahre nach seinem Tode.
Die Shōtoku Taishi-Forschung in Japan hat in den letzten zwanzig Jahren große Fortschritte gemacht, die viele Aspekte seines „Wirkens“ neu interpretieren. Die Arbeiten Bohners und die der zitierten japanischen Gelehrten müssen als zumindest teilweise überholt angesehen werden.

In ; Shōtoku: ethnicity, ritual, and violence in the Japanese Buddhist tradition; Oxford [u.a.] (Oxford Univ. Press); VIII, 240 S.; ISBN 978-0-19-518861-5 werden einige interessante Theorien zum Hintergrund der Entwicklung des Shōtoku-Kults aufgestellt: Prince Shotoku (573?–622?), the purported founder of Japanese Buddhism, was one of the greatest cultural icons of pre-modern Japan. The cult that grew up around his memory is recognized as one of the most important religious phenomena of the time. This book examines the creation and evolution of the Shotoku cult over the roughly 200 years following his death – a period that saw a series of revolutionary developments in the history of Japanese religion. Como highlights the activities of a cluster of kinship groups who claimed descent from ancestors from the Korean kingdom of Silla. By comparing the ancestral legends of these groups to the Shotoku legend corpus and Imperial chronicles, Como shows that these kinship groups not only played a major role in the formation of the Japanese Buddhist tradition, they also to a large degree shaped the paradigms in terms of which the Japanese Imperial cult and the nation of Japan were conceptualized and created. Rezensionen: W. J. Boot, Monumenta Nipponica, Vol. 65 (2010), No. 2 sowie Mark Dennis, Journal of Buddhist Ethics (ISSN 1076-9005), Vol. 18 (2011).

Einleitende Vorbemerkung zum Shōtoku-Werk

Von Jinnō-Shōtōki, dem erstgenannten Werk, und dessen Darstellung der Japan-Entfaltung führt ein Weg innerer Notwendigkeit zur „Geburt des Reiches,“ dem ersten Tennō Jimmu (神武) dem „Gott (und) Krieger“, der in Yamato das Reich begründet, und von diesem halbmythischen Anfang fort zu Shōtoku Taishi, welcher 592-622 das Reich regiert unter seiner Tante Tennō Sui-ko (推古, d.i. den Schriftzeichen nach: von wo aus all das „Alte [Frühere] erschlossen [errechnet]“ wird). Japanische Zeitrechnung, Kalender, Chronologie beginnt hier, ja, man sagen: japanische Geschichte (in höherem Sinne) beginnt hier.

Die hernach (» № 3 b) erwähnte 15-Minuten-Rundfunk-Sendung nach Deutschland, thematisch Punkt um Punkt nennend, gibt kurz ein Bild dessen, was alles mit Shōtoku beginnt, sie nennt:

  1. )
    • Schrift, d.i. die Fülle der chinesischen Schriftzeichen, und damit Bun: „Schrift,“ „Literatur,“ „Kultur“
    • Geschichtschreibung
    • Hosei (法制) (niedergeschriebene Gesetze)
    • Reichsgesetzgebung, erste „Verfassung:“ Die Siebzehn Artikel
    • Die von nun an gültigen Rangstufen (vergleichbar unserem „König, Herzog, Graf, Baron“) [Kabane]
    • Die Stadtplanung (ostasiatisch grundlegend)
    • Die Norm-Maße japanischen Hausbaus
    • Die ersten Großgebäude. Architektur (im höheren Sinn)
    • Pagodenbau
    • Skulptur und Malerei (im gehobenen Sinne)
    • Medizin: erste Apotheke, erstes Krankenhaus, Tierarzenei. Altersheim, Arbeitslosenheim.
    „Landlosen gab er Land, Feldlosen Feld, Holzlosen gab er Holz.“
  2. ) Entscheidungsschlacht am Shiki-Berg (vergleichbar Zülpich), entscheidend für diese einzigartig-grundlegende Festland-Rezeption. Einführung des Buddhismus: Shōtoku der „Begründer des japanischen Buddhismus“, der Shakamuni (Buddha) Japans, ebenso Einführung des Konfuzianischen: Shōtoku der „Begründer des japanischen Konfuzianismus“, der Kung (, Confucius) Japans. Gleichzeitig jedoch, bei weitester Rezipierung der „Welt,“ des „Anderen“: Statuierung des Japanisch-Eigensten.

Das Shōtoku-Werk ist vor allem Material-Darbietung. Vordringlichste Aufgabe abendländischer Japan-Wissenschaft ist noch immer Darbietung des Quellenmaterials.

Buch I gibt in Übersetzung, erstmals das Jōgū Shōtoku Hōō Tei-setsu (上宮聖徳法王帝設, » № 2, I), ein Werk geschichtswissenschaftlich-grundlegender Art, zeitlich noch vor den bisher als grundlegend genommenen „Sechs Reichsgeschichten“ (Kojiki, Nihongi usf.), und gibt dazu erstmals die ältesten Metall-Inschriften Japans (sowie in Buch II Stein-Inschriften u.s.f.), ferner das seltene und wichtige Jōgūki (上宮記), soweit es erhalten ist. Parallelen des Kojiki, Nihongi, Shoyoshō u. a. werden gegeben.

Buch II gibt das Jōgū Kōtaishi Bosatsu-den (上宮皇太子菩薩伝, » № 2, II) in welchem Shōtoku als der große Bodhisattva, als Reinkarnation des Zen-Meisters Huisi (513-577), des chinesischen Hokke2-Urstifters, gepriesen wird – ein eigenartiges frühes kleines Werk, zu dem wir Verwandtes in unserer mittelalterlichen Literatur und Dichtung nennen mögen, zu dem jedoch, übersetzt, aus dem Japanischen, noch nichts zugänglich ist.

Buch III fährt fort, was an Quellen sich findet, zumal an monographischen, Shōtoku betreffend, zugänglich zu machen. Führend dabei wird Jogu-Shōtoku-Taishiden-Hoketsuki (verfaßt nach 812, vor 917), welches noch Verbindung zu den älteren Familienquellen hat, und Shōtoku-Taishi-Denryaku, verfaßt unter Saga Tennō (嵯峨, regiert 809-823, Äraname Konin ab 810), das für die Folgezeit maßgebendste Werk. – Indem alles gegeben wird, was diese beiden Quellenschriften geben, werden weitere 22 Quellenschriften mit ihrem Material berücksichtigt, bezw. mit allem Bemerkenswerten gegeben.

Buch III Teil a „Die Siebzehn Artikel“ Shōtoku's, oft als erste Verfassung Japans angesprochen – hier in wissenschaftlicher, in sich geschlossener Monographie eingehend behandelt, Kommentierung und Erörterungen japanischer Fachautoritäten mitgebend.

Buch III Teil 4 Shōtoku-Berichte zahlreicher anderer älterer Werke, über Denryaku, bezw. Shōtoku's Tod hinausgreifend.

Buch III Teil 5 gibt übersetzt zahlreiches Material aus dem erst neuerdings durch Neuausgabe lesbar gewordenen alten Materialwerke Kenshin-Taishi-Mokuroku. Bei alledem kann nicht ausbleiben, daß Legendarisches sich in Faktisch-Historisches mischt. Unsre Absicht geht darauf, möglichst umfassend Material darzubieten. Auffassung und Wandlung, Shōtoku's Gestalt betreffend, ist hierbei auch bedeutsam. In diesem Sinne sind bedeutsam.

Buch IV Shōtoku-Biographieen der japanischen Erzähl- und Legendenbücher (10 Werke); (Einzelnennung in ► № 3)


Eden (聖徳太子絵伝1)

Buch V Stimmen der Tokugawa-Zeit.
Sind dies Quellen erster Ordnung, übersetzt gegeben, und richtet sich die Aufmerksamkeit der Betrachtung auf das, was sie berichten, auf die Fakten und Konkreta des Shōtoku-Lebens, so treten hier zwei andre Momente hinzu und bringen uns zu Quellen und Materialdarbietungen zweiter und dritter Ordnung. Die Gestalt Shōtokus, des Buddha (oder Kung) Japans, wächst und wächst fort durch die Zeiten, wie anderwärts Shakamuni's oder des Christus Gestalt wächst. Sie wächst und metamorphisiert in Regnum wie Sacerdotium. Die sog. Eden (Shōtoku-Altar-Bilder, Shōtoku-Verehrungs-Bildreihen; (聖徳太子絵伝) würden allein einen großen Band Kunstgeschichte füllen. Shōtoku's Person wird Geschichte, Tat, Charitas (im Religiösen), hohe politische Haltung (im Staatlichen), so bei dem für das Reich sich sich opfernden Tennō. Wie die abendländische mittelalterliche geistliche Lyrik in Marienliedern zentriert, wird Shōtoku, in buddhistischer Metamorphose, Kannon (Bodhisattva der Barmherzigkeit); Shōtoku-Lied mit Kannon-Lied und -Kult verbinden sich.

Ein immenses Quellenmaterial liegt hier vor, und der einsame abendländische Forscher inmitten so umfangreichen Meterials wird wie von selbst zu dem gewiesen, was wir das Darbietungsmaterial dritter Ordnung nennen mögen: zu der Welt heutiger japanischer Shōtoku-Forschung, einer „Welt“, wie es vergleichsweise Homer-Forschung oder Leben-Jesu-Forschung im Abendlande ist.

Buch VI Teil l referiert 18 Shōtoku-Abhandlungen führender japanischer Gelehrter. (Shōtoku und die alten Nara-Richtungen des Buddhismus. Shōtoku und der Staat. Shōtoku und Tendai, Shingon, Jodo-, Kannon-Glaube). (Einzelnennung in № 3)

Buch VI Teil 2: „Kamakura-Zeit und Shōtoku“, die Höhe dieser Shōtoku-Entwicklung zeichnend, referiert weitere 9 Shōtoku-Abhandlungen japanischer wissenschaftlicher Autoritäten.

Buch VI Teil 3: „Vorblick auf Shōtoku's 3 Sūtrenkommentare.“
Dieselben sind gewiß Quellenmaterial erster Ordnung. Allein wer dieselben in praxi zur Hand nimmt zwecks Übersetzung, wird merken, warum vorderhand Abstand davon genommen wurde, sie in Übersetzung zu geben. Ihm mag es vorkommen, als wolle man heutigen umfangreichen Matthäus-Kommentar mit Konjekturen, Emendationen usw. übersetzen, einem Publikum, dem die griechische Urschrift noch unvertraut ist. Die Urschrift müßte weithin beigegeben werden. Und da die Kommentare selbst wieder Rezeption älterer (chinesischer u.a.) Kommentarwerke sind, auch konfuzianisches Schrifttum zitieren, wobei die Originaltexte zu geben wären, so führt Übersetzung gewissermaßen in ein Walddickicht von altem Schrifttum.
Wir haben versucht, den Leser so dicht wie möglich an diese Kommentare heranzuführen, sorgfältig zu eruieren, warum und wieso Shōtoku gerade diese 3 Sūtren wählt, und vor allem diejenigen Stellen der Kommentare zugänglich zu machen, da Shōtoku's lebendige Teilnahme für das betreffende Sūtra, die lebhafte Beziehung zu demselben sich zeigt und kundtut. Und zu diesem Zwecke lassen wir hervorragende japanische Sachkenner, die sich aufs intensivste mit diesen Sūtren und Sūtrenkommentaren befasst haben, sprechen; sie sollen das Wieso und Warum ins einzelne gehend uns erklären und sollen uns sagen, was ihnen in diesen Sūtrenkommentaren an Shōtoku-Worten und -Ausführungen bedeutsam und lebenswichtig geworden ist. In dieser Hinsicht bietet dieser 3. Teil des Buches eine Art Monographie für sich, welche, so, manchem Leser wohl schon mehr als genug gibt.

Buch VI, Teil 4. „Höre auf den Kronprinzen!“ Shōtoku- Glauben der Gegenwart, ein Beispiel: Ōsaka-Altersheim, gegründet von einem einfachen alten Mann uud seiner Frau, in Nachfolge Shōtoku's; eine Monographie religiöser Erfahrung.

Buch VI Teil 5. „Shōtoku Taishi und Kunst, Wissenschaft, Gewerbe. Shōtoku im Sinnen der Schaffenden des Volkes“ bringt Shōtoku-Beziehung und Tradition aus den verschiedenen Bereichen des Lebens japanischen Volkes.

Buch VII Shōtoku-Taishi-Lieder, welche, als hervorragende Beispiele charakteristisch, nach Äußerung japanischer Forscher, etwas wie eine Geschichte alter religiöser Lyrik bieten.

Register I-IV bietet dem Leser Anleitung und Gewähr, das reichlich dargebotene Material selbständig zu durchforschen und ein umfangreiches Bild Shōtoku's aufzubauen.

Anmerkung:
1) Als Beispiel der "National Treasure" gezeigt beim Nationalmuseum Tōkyō. 10 Gemälde auf Stoff von Hata no Chitei um 1069:

This set of paintings is the oldest and largest extant illustrated biography of Prince Regent Shōtoku (574-622). It depicts places and events related to the traditional account of his life, stemming from the veneration of the prince that began in the Nara period (710-794). These paintings were originally on fixed doors that adorned the Picture Hall in the East Precinct of Hōryū-ji Temple. They were remounted as freestanding screens in the Edo period (1615-1868), and in recent times were again remounted on ten panels. Records tell us that Hata no Chitei, an artist from Settsu Province (present-day Osaka Prefecture), painted them during the second to fifth month of Enkyū 1 (1069). Although little of the original figured silk ground and polychromy remains, the works still tell us a great deal about large-format narrative painting of the Heian period (794-1185).
Small cartouches pasted on the picture surface have inscriptions that indicate the content of the nearly sixty scenes selected from Prince Shōtoku's life. To the viewer's right is the Asuka region, in the center is the Ikaruga Palace, and on the left side are Shitennō-ji Temple, Naniwa, and China. The depictions of events of Shōtoku's life and the landscape in the background are beautifully integrated in this magnificent composition.
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► Bilder vom Shitennō-ji (2010)

Moderne japanische Ausgaben bzw. Kommentare (Auswahl):

In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich die Ansichten der japanischen Forschung zu S. T. stark fortentwickelt. Darauf kann hier nicht im einzelnen eingegangen werden.

2) Zum Hokke-kyō, heute üblicherweise Lostus-Sutra im Tendai-Buddhismus führt Oliver Göbel folgendes aus:

Der Tendai-Buddhismus oder besser gesagt der T'ien-t'ai-Buddhismus ist eine Schule des Mahāyāna, die in China von Hui-wen und Hui-ssu gegründet wurde. Diese beiden gelten als der zweite und der dritte Patriarch der T'ien-t'ai-Schule. Kein geringerer als Nāgārjuna gilt als der erste Patriarch dieser Schule, da Hui-wen seine Philosophie auf einen Vers des Madhyamika-Shastra gründete. T'ien-t'ai Chih-i (jap. Tendai Chigi), von dem die Schule ihren Namen hat, gilt als der vierte Patriarch der Schule. Trotzdem muß man ihn als den eigentlichen Begründer ansehen, da er es war, der sie systematisierte und durch ein reiches Schrifttum ausarbeitete. Dadurch erhielt sie ihre eigentliche Form.
Chigi lebte von 538 bis 597 und wird auch Chikai (chin. Chih-che) genannt. Der Begründer des japanischen Tendai ist Saichō, der von 767 bis 822 lebte und posthum Dengyō Daishi genannt wurde.
Die Tendai-Schule wird in Japan auch Hokke-Schule genannt, da Chigi seine Lehre auf der Grundlage des Lotos-Sūtras (jap. Hoke-Kyo, Skt. Saddharma Pundarika-Sūtra, wörtl. das Lotos-Sūtra vom wahren Dharma) aufbaute.
Die Lehre des Tendai läßt sich in zwei große Bereiche unterteilen. Diese sind das „Tor der Lehre“ (jap. Kyomon) und das Tor der „Betrachtung“ (jap. Kan-mon). Ersteres steht für die Theorie, letzteres für die Praxis.

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№ 2 Shōtoku Taishi

I; Jōgū Shōtoku Hōō Tei-setsu (上宮聖徳法王帝説)

II; Jōgū Kōtaishi Bosatsu-den (上宮皇太子菩薩伝)

Skulptur Sōtokus
Skulptur Shōtokus
(Asuka Tera; Nara)

Übersetzt und erläutert von Dr. Hermann Bohner OAG Tōkyō 1936;
Einführung zu I: S. 1-7, Haupttext S. 8-28.
Einleitung zu II: S. 29f, Text S. 30-34, Anmerkungen S. 35-50
8° br.
Tōkyō, 1936; 50S; Sert: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, 29C
Reprint: New York 1965 (Johnson Reprint Corp.)

Bibliotheksbestände:
BER 1/1a: Uk 452-29.1935/37
USA: UB Cornell; Duke University: 950 D486M [1965]; Library of Congress: DS501.D4 Bd.29; DCLC Harvard University Library; MAHG Columbia University Libraries; NYCG
UB Cambridge UK: 620:01.c.1.34

Zu I: Jōgū Shōtoku Hōō Tei-setsu

Aus der Einführung:

Die außerordentliche Größe Shōtoku Taishi’s, die Einzigartigkeit seiner Gestalt innerhalb der jap. Geschichte drängen den an Japan Anteil nehmenden Forscher immer aufs neue, Shōtoku’s Gestalt deutlicher zu umreißen und herauszufordern, was Geschichte und Überlieferung an Shōtoku-Quellen bietet. Das Suchen nach Shōtoku-Texten führte hier zuallererst auf ein Werk, von dem bisher in der abendländischen Japanologie wenig die Rede gewesen ist, das aber die Aufmerksamkeit der jap. Wissenschaft, besonders in letzter Zeit in hohem Grade auf sich gezogen hat: – das Jōgū Shōtoku Hōō Tei-setsu ist ein Werk, das von jap. Historikern zeitlich vor die „Reichsgeschichten,“ also vor Kojiki und Nihongi gestellt wird. Es zeigt sich das im symbolischen Sinne sehr Merkwürdige, daß, nachdem die allerälteste Reichsgeschichte, d. i. die von Shōtoku Taishi zusammen mit Soga no Umako (曾我馬子) verfaßte, in der Katastrophe des Shōtoku-Geschlechts der Vernichtung durchs Feuer anheimgefallen ist, das älteste erhaltene japanische Geschichtswerk ein Werk ist, das sich um die Person Shōtoku Taishi’s herum kristallisiert hat.

Aus dem Inhalt:

  1. ; Shōtoku-Genealogie
    1. ) Eltern und Geschwister,
    2. ) Weib und Kind,
    3. ) Enkel, Neffen und Nichten,
    4. ) die regierenden Ahnen: Shōtoku’s Großeltern, Onkel und Tante. (Hiezu gegeben die Parallelen: Kojiki (古事記), Nihongi, Shōyoshō (聖誉抄), Honchō-Kōin-jounroku, Jōgūki-Fragment (上宮記) aus Shaku-Nihongi.
  2. ; Shōtoku’s Leben, Wesen und Wirken
    1. ) Summa: Regentschaft, Buddhismus-Begründung, die 12 Stufen
    2. ) Shōtoku Namen und Art, Bildung und Wissen
    3. ) die Tempelschöpfungen Shōtoku's
    4. ) Sūtra -Vortrag und -Kommentare
    5. ) Shōtoku’s Tod und Weiji’s Tod
  3. ; Die großen Dokumente: Inschriften und Lieder:
    1. ) Inschrift des Hōryūji-Kondō-Yakushi (法领寺金堂薬師) (hierzu: Hōryūji-garan-engi-ryūki-shizaichō)
    2. ) Inschrift Hōryūji-Kondō-Shaka (法领寺金堂釈迦) (hierzu: Taishiden-Kokon-Mokurokushō)
    3. ) Inschrift Chūgūji (中宮寺)
    4. ) Lieder
  4. ; Näheres aus der buddhistischen-konfuzianischen Rezeption, im Zusammenhang mit Shōtoku’s Wirken:
    1. ) Die entscheidende Schlacht und der derauf folgende erste große Tempelbau,
    2. ) Die erste offizielle Einführung des Buddhismus
      α) die Einführung (hierzu: Gangoji-garan-engi-ryūki-shizaichō).
      β) die Zerstörung
    3. ) Die Wiederaufrichtung durch Shōtoku α) „kirchlich“; β) staatlich,
    4. ) Die Katastrophe α) des Kaiserlichen Shōtoku-Geschlechts durch die Hand der Soga; β) der Soga durch Tenchi und die Seinen.
  5. ; Regierungstabellen und Misasagi (hierzu: aus Gukansho, 愚管抄)
  6. ; Nachschrift

zu II: Jōgū Kōtaishi Bosatsu-den

Aus der Vorbemerkung

Jōgū Kōtaishi Bosatsu-den … ein chinesisches Werk, verfaßt von dem der Tiäntai-Richtung angehörigen Shamon Sïto, der … aus China herüberkam, Meister der Gebote Kōbō Daishi’s wurde … und der Ende Enryaku (782-805) starb. … Während die erste Quellschrift den Kronprinzen als Hōō-tei betrachtet, in welcher Bezeichnung gleichsam die Vollmachten des Kaisers wie des Papstes aufklingen, so ist er für das Bosatsu-den in erster Linie der Bodhisattwa, gleichsam der Buddha, der sich aus Erbarmen zu der Mitwelt noch immer nicht von derselben gelöst hat, … sondern von Existenz zu Existenz fortwirkt … Dem Tendai-Gläubigen Sïto liegt alles daran, uns zu zeigen, wie Shōtoku die Reinkarnation des großen Hui-sï-Zen-Meisters ist, des chinesischen Hokke-Urstifters (513-577), des Lehrers des als Gründer der Tiäntai (Tendai) berühmten Tiän-tai-Da-shi (Tendai Daishi).

Diese Veröffentlichung ist hernach aufgenommen in das größere umfassendere Werk „Shōtoku Taishi“

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No. 3: Shōtoku Taishi 聖徳太子 – von Hermann Bohner

Tōkyō, 1940; XXIII, 67, 1033 S.: Ill.; Sert: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens: Supplementband 15
Die Teile: III, 2; VI, 2, 3, 5 und VII existieren als Sonderdrucke.
Hermann Bohner hat in seinem über 1000seitigen Shōtoku-Taishi-Werk, die mit Sicherheit umfangreichste Quellensammlung zur Person in deutscher Sprache zusammengestellt. (Der Gelehrtenstreit, welche der S. T. zugeschriebenen Taten bzw. Reformen tatsächlich diesem zuzuordnen sind, muß an dieser Stelle nicht interessieren.)

Bibliotheksbestände:
Staatsbibliothek Berlin: 50 MB 204
UB Marburg 2Ex. (Japan-Zentrum; Religionswissenschaft)
DDB (Leipzig)
Library of Congress: DS851.A2S53
UB Humboldt (Berlin)
UB ER (29)
LMU (19)
Bodleian Lib Oxford
UB Cambridge (GB)
Sonderdrucke teilweise: LB Speyer, UB Trier, Jap. Kulturinstitut Köln

Einleitung S. 1-32. Bibliographie S. 33-66

Um den Gestaltungsaufwand dieser Seite erträglich zu halten, wurden die vielen Kanji der in der Schrift Bohners genannten Originalquellen nachfolgend nicht in den Text eingearbeitet, sondern werden Interessierten als Scan zur Verfügung gestellt.

  1. Jōgū Shōtoku Hōō Tei-setsu (上宮聖徳法王帝説),  S. 1f
  2. Jōgū Kōtaishi Bosatsu-den (上宮皇太子菩薩伝), S. 40f
  3. Shōtoku-Taishi-Denryaku (聖徳太子伝暦) und Shōtoku-Taishi-Hoketsuki (聖徳太子補記), und andre Quellen S. 53-390
    Teil l: Denryaku u. a. bis zu 17 Artikel, S. 53-170
    Teil 2: DIE 17 ARTIKEL, S. 171-228
    Teil 3: Bis zum Schluß des Denryaku S. 229-342
    Teil 4: Über Denryaku hinaus; örtliche Legenden S. 343-366
    Teil 5: Das Kenshin-Werk
  4. Shōtoku-Biographieen der (im Bisherigen nicht zu Wort gebrachten) jap. Legendenbücher und verwandte Werke S. 391-446
    • Nippon-Koku-Gembō-Zenaku-Ryōiki [vgl. № 4; Volltext]
    • Genkō-shakusho
    • Dainihongoku-Hokekyō-kenki
    • Konjaku-monogatari
    • Kokoncho-monshū
    • Mizu-kagami
    • Nippon-ōjō-gokuraku-ki
    • Jogū-taishi-goki
    • Sambō-ekotoba
    • Sangoku-denki
    • Shishū-hyaku-inen-shō
  5. Stimmen der Tokugawa-Zeit
  6. Abhandlungen der Gegenwart
    Teil 1:
    1. Shōtoku und die 6 alten Nara-Sekten, S. 459-468
      Adachi Kō: Über die Tempelanlage der Asuka-Zeit-Tempel der Ikaruga-Gegend
      Saheki Jōin: Die Bauwerke des Hōryūji
      Hashimoto Gyoin: Shōtoku Taishi no go-ihō zakkan; Vom Reliquienglauben zu Shōtoku’s Lehrpredigthalle.
    2. Shōtoku und der Staat, S. 469-486
      Tsuji Zennosuke: Nippon-bukkyō no sokumenkan Takashima Beihō „Kronprinz Shōtoku und der widersetzliche Vasall Umako“
      Takashima Beiho: Shōtoku Taishi no risō
      Akabori Matajiro: Soga no Umako
      Akabori Matajiro: Die Sache(n) Shōtoku Taishi’s betreffend, Shōtoku Taishi no koto ni tsuite
      Sakaino Koyo: Japans Kokutai u. Shōtoku Taishi
      Shōtoku Taishi-den: Hōsankai
      Ōya Tokujō: Shōtoku Taishi-den
    3. Shōtoku und 1) Tendai; 2) Shingon; 3) Jodo; 4) Kannon; S. 487-502
      Bischof Kikuoka Gichū: Shōtoku und Tendai
      Shingon-Mikkyō-Sekten: Mikkyō vor Kōbō Daishi
      Matsue Yūken: Geschichte des japanischen esoterischen Buddhismus; Nippon-mikkyō-shi
      Saheki Ryoken: Traumeshalle und Sh. T.
      Ōya Tokujō: Shōtoku-Taishi-Glauben in Shingon Tsuji Zennosuki
      Shōtoku Taishi’s Glauben und die Tenjūkoku-Mandara
      Kuro-ita Katsumi: Shōtoku Taishi und Kannon-Glaube

Teil 2: Shōtoku Taishi und die Kamakura-Zeit, S. 503-622
Folgende Themen werden dabei behandelt:
„Was Shōtoku Taishi ist, das kommt erst im Kamakura-Zeitalter voll heraus“ (Tsumaki Naoyoshi) – Japan und die Gestalt der Mitte. – Ruf nach Land; Japan erstmals anstossend an die Grenzen seines Insellandes. – Das Heraufkommen der Masse. – Die Zeitenwende, „Weltuntergang“, Erwartung der Buddha-, Shōtoku-Parusie.
Drei Aufstiegsperioden der älteren jap. Geschichte, demgemäß dreifaches Absinken
a) des weltlichen Regiments
b) des „Inneren Reichs“: Kirche und die Clanskämpfe Kaidan–Streit. – Buke-Aufstieg. – Renaissance des Alt-Japanischen. – Shōtoku–Renaissance im Politischen (17 Artikel), Shōtoku-Verehrung. – Die Wiedererwecker des Alten, der Disziplin (Ritsu, des Kegon, echter Charitas): Jitsuban, Myoe, Shunjo, – Eison, und Shōtoku. – Ninjo und Shōtoku – Gyōnen und Shōtoku —
Nichiren und Shōtoku. – Sakaino Kōyō – Die Stellung Sh. T.’s in der Geschichte des japanischen Buddhismus (Shōtoku Taishi no Nipponbukkyō-shijō ni okeru chii)
Tanabe Zenchi: „Shōtoku Taishi, vom hl. Nichiren aus gesehen“ (Nichiren shōnin yori mitaru Shōtoku Taishi)
Zen und Shōtoku: Dōsan, Gyohyo, Dengyō Iku[ng], Noko, Kakua, Nonin, Kakuan.
Nembutsu (Shōdo, Shin) und Shōtoku: Ryōnin, Daitsū, Ippen, Shinran, – Kagai Koryū: „Unseres Ahnmeisters Shōtoku-Taishi-Auffassung, wie sie aus seinen Wasan ersichtlich wird.“
Sawamura Sentaro: Shōtoku Taishi-Eden und Shin.
Ōsuga Shū: „Shōtoku Taishi’s Persönlichkeit und Shin-shū“ (Moku Taishi no jinkaku to Shin-shū)
Tsumaki Naoyoshi: „Shōtoku Taishi's Buddhismus“ Shōtoku Taishi no bukkyō

Teil 3: Vorblick auf Shōtoku's Sutrenkommentare  S. 625-673
Hanayama Shinsho: Shōtoku's Wahl der 3 Sūtren (Referat)
Betrachtung der Sūtrenkommentare Sh's (Zusammenfassendes Referat)
Kurakami Sho-ichiro: Shōtoku Taishi no Shinkōhisō to Nippon bunka sōgyō (Glaube und Weltanschauung Sh. Taishi's und die Gründung der jap. Kultur)
Hanayama Shinsho: Shōtoku Taishi to Bukkyō (Sh. Taishi und Buddhismus)
Shōtoku Taishi gyosei Hokke-giso no kenkyū (Vgl. Einleitende Vorbemerkung)
Sangyō gisho, d.i. eine Sammlung von drei Sutrenkommentaren, die traditionell S. T. zugeschrieben werden [Taishō LXI, Nr. 2185-7]. Nämlich Hoke-kyō (skr.: Saddharmapuṇḍarīka-sūtra; jp. Abschrift 731), Yuima-kyō (skr.: Vimalakīirtinideś-sūtra) und Shōman-gyō (Śrīmālādevīsiṃhanāda-sūtra). Fujieda Akira (1975) vertritt die Ansicht, basierend auf Funden in Tun-Huang, daß diese Kommentare chinesischen Ursprungs sind. Die heute herrschende Meinung unter japanischen Historikern geht dahin, daß S.T. als Person zwar gelebt hat, außer der Gründung des Ikaruga, dem späteren Hōryū-ji, keine Taten belegbar sind. Die ihm zugeschrieben Reformen (17-Artikel-Verfassung usw.) seien ihm erst zur Zeit der Enstehung des Nihon shoki zugeschrieben worden. Wenn es sich bei seienen Schriften/Tatern nicht gar um rückdatierte spätere Reformen handelt, so ist zumindest davon auszugehen, daß die ihm zufgeschriebenen Werke später im Sinne der Zeit redigiert worden sind.
Die von Bohner angedeutete Übersetzung wurde von ihm nie vollendet. Als erster Teil in einer westlichen Sprache sollte 2007 der Kommentar zum Hokke-kyō ins Englische übersetzt erscheinen: McRae, John; Commentary on the Meaning of the Lotus-Sutra; Berkeley [in Vorbereitung] (Numata Center for Buddhist Translation)

Teil 4: Taishi Ni Kike  „Höre auf den Kronprinzen!“. (Vgl. Einleitende Bemerkung)

Teil 5: Shōtoku Taishi und Kunst, Wissenschaft, Gewerbe
Shotu [sic] Taishi im Sinnen der Schaffenden des Volkes

Liste von Tempeln und andern Orten, die mit der Shōtoku-Überlieferung in naher Beziehung stehen (229 Nummern, 166 Tempel):


Shunhjitsu-jinsha

VII: Shōtoku-Taishi-Lieder , von Tankai Mibune:

Register

Register I (S. 925-1013): Allgemeiner Index

Register II (S. 1014-1017): Übersetztes: a) ganz übersetzte Werke (19); b) Textstücke übersetzt (aus 88 Werken); Referate, Inhaltswiedergabe (40 Werke)

Register III (S. 1017-1030):

  1. Prolegomena:
    a) Aufgabe der Shōtoku-Taishi-Forschung, Shōtoku und seine Zeit und die Möglichkeit genauer; geschichtlicher Forschung
    b) Shōtoku aufgrund des dargebotenen Materials
    1. ) Räumliches
    2. ) Zeitliches
    3. ) Sh. in Person. B-M Hauptteil
  2. a) Einzigartigkeit, Shōtoku Strahlenzentrum japanischen Wesens;
    b) Namen;
    c) Verwandtschaft;
    d) Lebenslauf.
  3. Staat. Sh's staatliches Wirken
    a) Japan und Ausland, die „Welt“ (Ebisu, Korea, China);
    b) Japan für sich: Sh begründet Japans Kokutai, gab als Weg zur Einheit das Religiöse; Sh. und die Rechtspflege, die Verwaltung, Volkswirtschaft.
    Sh.'s Fortwirken in der Geschichte.
  4. Sh. und Wissenschaft und Technik.
  5. Sh. und Kunst
  6. Sh. und Ethos, Religion (Konfuzianismus, Buddhismus)
  7. Lebenslauf (Fortsetzung)
  8. Gefolgsmannen
  9. Stein, Pflanze, Tier
  10. Von Shōtoku her Erhaltenes
  11. Erscheinen, Charakter,
  12. Shōtoku's Wort zitiert

Register IV (S. 1031-1033): Worte Shōtoku's bezw. der Texte.

Das Werk wurde von C. von Weegmann in Monumenta Nipponica, Vol. 5, No. 2 (Jul., 1942), S. 565-571 sowie von Wilhelm Gundert in Asia Major N.F. Vol. I, No. 1 (1944), S. 159-78 rezensiert.

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No. 3a: H. Bohner, Shōtoku-Taishi-kenkyū-kansei-koen

„Vortrag (japanisch) zur Feier der Vollendung des Shōtoku-Taishi-Werkes“ in Gegenwart Sr. Kais. Hoheit Prinz Takamatsu 3. März 1942. Herausgegeben von der Deutschen Botschaft Tōkyō und an die teilnehmenden Notabeln und Wissenschaftler verteilt.

Der Vortrag entsprach einem Wunsche des Prinzen. Bei gelegentlichem Verweilen des Prinzen in Ōsaka war ich ihm von seinem früheren Regimentskameraden, meinem derzeitigen Kollegen Prof. Yamato Shigeru vorgestellt worden und die Rede war ausführlich auf das Shōtoku-Werk gekommen, an dem ich arbeitete. Der Prinz wünschte das Werk, wenn es vollendet, zu sehen und darüber zu hören.

Takamatsu Nobuhito (*1905 „Teru,“ † 1987; 高松宮宣仁), dritter Sohn des Taishō-tennō, erhiehlt 1924 den Titel Takamatsu-no-miya aus Anlaß der Wiederbelebung des Arisugawa-no-miya-Zweiges der kaiserlichen Familie, der 1913 mit dem Tode von Arisugawa Takehito (*1862; Arisugawa-no-miya Takehito Shinnō) erloschen war. Die Tagebücher des Prinzen: Takamatsu no miya nikki, die in Tokio 1995-7 in 8 Bänden erschienen, sind eine wichtige Quelle zur Geschichte des Herrschergeschlechts im 20. Jhdt. Der, zumindest latent homosexuelle, Prinz wurde 1925 Marine-Leutnant. Bald nach seiner Hochzeit trat er Anfang 1930 eine 14monatige Weltreise an. Er gilt als kultiviert und war immer weniger militaristisch eingestellt als seine Brüder, nach der Schlacht von Midway trat er für ein baldiges Kriegsende ein. Als zur Beseitigung Tōjōs im Juni 1944 ein Putsch geplant wurde, war ihm die Rolle eines Regenten für den minderjährigen Kronprinzen zugedacht. 1947 gehörte er zu den 51 Angehörigen der kaiserlichen Familie, denen ihr miyake-Status (gegen Entschädigung) aberkannt wurde. Nach dem Krieg lebte er zurückgezogen, engagierte sich jedoch zeitweise als Präsident des japanischen roten Kreuzes (das bis zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Japan und seinen asiatischen Nachbarn, oft als eine Art inoffizielles Außenministerium fungierte). Er starb an Lungenkrebs.


No. 3b: H. Bohner Shōtoku Taishi (聖徳太子)

Rundfunk-Vortrag nach Deutschland 1941, erschienen in „Nachrichten“ der OAG
1941 (6 S.), 8° br. – Gleichsam Überschrift an Überschrift, Thema an Thema wird hier gegeben, was alles mit dem Reichsregenten Shōtoku (reg. 592–622) in Japan (im eigentlichen Sinne) beginnt; (vgl. Einleitung)

Vom Text existiert ein Sonderdruck (1941) aus „Nachrichten der Dt. Ges. für Natur- u. Völkerkunde Ostasiens“


„Kronprinz Shōtoku“

Ein weiterer kurzer Aufsatz „Kronprinz Shōtoku“ erschien 1942.

Nippon: Zeitschrift für Japanologie: Volltext (540 kB)