Hermann Bohner – Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend

Hermann Bohner – Arbeiten und Veröffentlichungen Ostasien betreffend

A. GESCHICHTLICHE HAUPTWERKE

日本国現報善悪霊異記
No. 4: Nihon-koku Gembō Zenaku Ryōiki
(Nihon Ryō-i-ki)

Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus. Übersetzt, eingeleitet und erläutert von Dr. Hermann Bohner, Herausgegeben von OAG, unter Beteiligung der Ōsaka-Tōyōgakkai (Osaka Ostasiatische Gesellschaft), Tōkyō 1934; Sert.: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens; Bd. 27
1. reprint: ([d. Ausg.] Tōkyō 1934-1935) New York, London 1965 (Johnson Reprint), 245, 91 S.

Bibliotheksbestände:
UB Köln, Bochum, Bonn, LB Speyer; JF-Cologne (JKI); Marburg BJZ 34-10/N-1/Bd.2; Doitsunihonken B 2061; Kouriyuukikinhonbuto 032400; Hanfudai 90000703270; Touhokudai 01601956681; Hyoukendaikoubegakuen 090.2 3 2004249; Wadai 180 B4 1-2 219890045899; Satsudai 913.37 N-B; Toudaisou C100:534 0003828712; Touhokudai 01601956672; Touhokufukudai T2910244200*; Doudai A184.9;K215 B;9310025604; Hyoukendaikoubegakuen

Volltext online: » „Legenden aus der Frühzeit des japanischen Buddhismus“


I. Textband:

II. Band:

Aus dem Vorwort: Dies von dem buddhistischen Kleriker Kyōkai nach der Nara-Zeit (710-784) oder wahrscheinlich schon während derselben verfasste Werk ist bedeutsam. 1) als älteste existierende japanische buddhistische Legendensammlung. 2) als erstes Werk der sog. Setsuwa-bungaku, d.i. Literatur der ursprünglich mündlich gesprochenen, dann in schöner Form aufgeschriebenen Erzählung, welche nach und nach zu immer grösseren Werken sich entfaltet, bis sie auf der Höhe des Mittelalters zu wahren Riesenwerken aufblüht; Ryōiki, ist Ausgangspunkt, ja Hauptzellkern. 3) Geht man durch die Werke dieser Erzählungsliteratur, so ist es, als gehe man vergleichsweise von der Höhe des europäischen Mittelalters, von jener Zeit, da schon leise der Niedergang der Kreuzzüge einsetzt, zurück über Barbarossa u. die Salier, die Ottonen bis in die Zeit Karls des Großen; das Ryōiki aber gibt, von dieser besonderen Seite her, die für die jap. Geschichte u. das jap. Wesen einzigartig grundlegende jap. Frühzeit, die „Nara-Zeit.“ 4) Das Werk hat endlich allgemein Gegenwartsbedeutung, hinsichtlich des Religiös-Realen. Wenn hier unter anderem Erfahrungen berichtet werden, wie sie in der Gegenwart etwa von der Irin Maud Gonne Macbride ("A servant of the Queen"1) und auch sonst mehrfach, als erlebt berichtet werden, oder wie wir sie von indischen Guru wissen, so fällt an solchem Werke weithin das nur Gelehrte oder das Vergangene ab; Religionswissenschaft wird auf jenes Unbegreiflich-Faktische, das Totalitär-aliter (jap. ryō-i, 霊異) hingewiesen.


Dieses Werk steht komplett online zu Verfügung: » Nihon Ryōiki


Nihon Ryōiki, Faszikel II 24

Die Bibliothek der Uni Kioto (京大) stellt einen Scan ihres Manuskripts online zur Verfügung.
Japanischer Text in moderner Sprache.


Anmerkung:
1) Spätere Frau des 1900 noch als Freiwilligen im Burenkrieg kämpfenden irischen Freiheitskämpfers Major Sean MacBride. Der Roman erzählt die Schilderungen, die er ihr nach seiner Rückkehr gab: „It was so late that it was not worth while for MacBride to go to his lodgings, so he shared Griffiths's bed. Next morning, seated at my writing table wrote the lecture, supplementing the sparse notes from MacBride's memory. I sat in an armchair, smoking cigarettes and listening. It was great to hear of Irishmen actually fighting England. The capture of General Buller's guns near the Tugeela was thrilling; the capture of English officers delighted me; the English have imprisoned so many Irishmen that it was good at last to have it the other way around. ‘I hope you treated your prisoners decently to give them a good example and show how much more civilised we are than they?’“
Weiterführend zu Maud Gonne [ ▲ ]